Strakhaus

Designdaten verlassen den Hersteller nicht. Auch wenn extern daran gearbeitet wird.

Der externe Bearbeiter erhält eine Sitzung in einer Umgebung, die der Hersteller kontrolliert, kein Datenpaket, das seinen eigenen Weg geht.

Das Problem

Wie Designdaten den Hersteller tatsächlich verlassen

Jedes Glied dieser Kette ist vertraglich abgedeckt. Keines ist technisch durchgesetzt.

Ebene 0 Designbereich Besitzt die Flächen. Übergibt native Daten.
Ebene 1 Dienstleister Zertifiziert, auditiert. Vertrag verbietet Weitergabe.
Ebene 2 Kleines Studio Über Vertrauen vergeben. Kein Audit.
Ebene 3 Freie Bearbeiter Wechselnd besetzt. Standort unbekannt.

Der OEM-Mitarbeiter hat einen Gesamtverantwortlichen beim Dienstleister, aber oft keine Kontrolle, wo Teilumfänge bearbeitet werden. 

Bis zum ersten Dienstleister greifen Zertifizierung und Vertrag. Danach greift nichts mehr, was sich prüfen ließe.

Modellierarbeitsplatz mit einem Flächenmodell auf dem Bildschirm

Wo bestehende Kontrolle endet

Drei Kontrollebenen, jede endet einen Schritt vor der Modellierarbeit

Verträge und Zertifizierung

Auditbasiert. Zertifiziert wird der Perimeter des ersten Dienstleisters, nicht das, was ihn verlässt. Klauseln zur Untervergabe werden unterschrieben, aber selten überprüft. Erkannt wird ein Abfluss, nachdem er stattgefunden hat, sofern überhaupt.

Rechtemanagement für Dateien

Ausgereift und im Einsatz. Die Integrationen der etablierten Anbieter decken die Werkzeuge der mechanischen Konstruktion ab. Die Werkzeuge der Flächenentwicklung stehen auf keiner veröffentlichten Liste. Designbereiche sind für diese Anbieter kein Zielkunde.

PLM-Plattformen

Innerhalb der Plattform gelten belastbare Regeln zu Organisation, Standort und Berechtigung. Die Kontrolle endet beim ersten neutralen Export, also genau bei dem, was ein Dienstleister üblicherweise erhält.

Der Ansatz

Die Arbeit kommt zu den Daten, nicht die Daten zur Arbeit

Gearbeitet wird in einer Umgebung, die der Hersteller kontrolliert. Auf der Festplatte des Dienstleisters liegt keine Datei. Was die Umgebung verlässt, verlässt sie durch eine Freigabe statt als Nebeneffekt.

Anmeldung, Werkzeug und Lizenz hängen an derselben Identität: Wird der Zugang entzogen, entfallen Daten, Lizenz und Sitzung gemeinsam. Und weil jede Sitzung protokolliert wird, entsteht nebenbei etwas, das heute niemand hat, nämlich die Antwort auf die Frage, wer wann von wo an welchem Modell gearbeitet hat. Eine stille Weitergabe an einen Dritten erscheint im Protokoll statt in einem Audit ein Jahr später.

Wie streng die Umgebung im Einzelnen konfiguriert wird, also Zwischenablage, Dateitransfer, Netzzugriff aus der Sitzung, Protokollierung und Löschfristen, gehört in die Abstimmung mit der IT-Sicherheit des Hauses und wird gemeinsam festgelegt, nicht von außen behauptet.

Ein zweiter Effekt betrifft nicht die Sicherheit, sondern die Arbeit selbst: Jeder Speichervorgang landet im Datenbestand des Herstellers. Meilensteinstände lassen sich schreibgeschützt festhalten, Arbeitsstände täglich vergleichen, und die Frage, welchen Stand der Dienstleister tatsächlich geliefert hat, stellt sich nicht mehr. „Alle Daten zurückgeben und Kopien löschen" wird zu einer Klausel, der niemand mehr vertrauen muss.

Ablauf einer Sitzung: Zugang, Bearbeitung in der kontrollierten Umgebung, Freigabe
Zugang, Sitzung, Freigabe: der Weg, den eine Bearbeitung nimmt, wenn die Daten im Haus bleiben.

Grenzen

Was dieser Ansatz nicht löst

Wer dazu nichts sagt, hat entweder nicht nachgedacht oder verschweigt es.

  • 01Wissen in den Köpfen. Wer ein Fahrzeug mitentwickelt hat, trägt es ohne eine einzige Datei hinaus.
  • 02Kopien, die entstanden sind, bevor es diese Kontrolle gab.
  • 03Das analoge Loch: Ein erfahrener Modellierer baut eine Fläche nach Augenmaß vom Bildschirm nach. Wasserzeichen machen das zurechenbar, nicht unmöglich.
  • 04Geschützter Grafikspeicher auf Workstation-Hardware existiert derzeit nicht. Die letzte Wand ist Physik, keine Richtlinie.

Herkunft

Geschrieben von beiden Seiten der Datenübergabe

Strakhaus wird von Tobias Kern aufgebaut, nach rund zwanzig Jahren in der Fahrzeuggestaltung und Flächenentwicklung,  beim Hersteller wie beim Dienstleister, unter anderem bei Ford, Audi, Tata Motors und Borgward. Der beschriebene Bruchpunkt ist aus der täglichen Arbeit bekannt, nicht aus einer Richtlinie.

Der berufliche Werdegang im Einzelnen steht auf LinkedIn.

Stand

Was gesucht wird

Der Demonstrationsaufbau befindet sich in Arbeit. Ein fertiges Produkt mit Referenzkunden steht dahinter nicht, und das wird hier auch nicht behauptet.

Gesucht sind Gesprächspartner aus Designbereichen, Studios und der IT von Herstellern, die den Ansatz an ihrer eigenen Umgebung gegenprüfen: Was müsste erfüllt sein, damit so etwas dort in Frage käme, und woran würde es scheitern? Die konkrete technische Form richtet sich ohnehin nach Programm, Vertraulichkeitsstufe und Laufzeit und wird nicht vorab festgelegt.

Gespräch vereinbaren

Direkte Ansprache, ohne Formular.

tobias@strakhaus.com LinkedIn
Strakhaus

Design data does not leave the manufacturer. Not even when the work is done externally.

The external specialist is given a session inside an environment the manufacturer controls, not a data package that goes its own way.

The problem

How design data actually leaves the manufacturer

Every link in this chain is covered by contract. Not one of them is technically enforced.

Level 0 Design department Owns the surfaces. Hands over native data.
Level 1 Service provider Certified, audited. Contract prohibits onward transfer.
Level 2 Small studio Awarded on trust. No audit.
Level 3 Freelance modellers Changing staff. Location unknown.

The OEM has one person with overall responsibility at the service provider, but often no control over where partial scopes are worked on.

Up to the first service provider, certification and contract apply. Beyond that, nothing applies that could be verified.

Modelling workstation with a surface model on screen

Where existing control ends

Three layers of control, each ending one step short of the modelling work

Contracts and certification

Audit-based. What is certified is the perimeter of the first service provider, not what leaves it. Subcontracting clauses are signed but rarely verified. A leak is identified after it has happened, if at all.

Rights management for files

Mature and in use. The integrations offered by the established vendors cover the tools of mechanical engineering. The tools of surface development appear on no published list. Design departments are not a target customer for these vendors.

PLM platforms

Inside the platform, robust rules govern organisation, location and permission. Control ends at the first neutral export, which is precisely what a service provider usually receives.

The approach

The work comes to the data, not the data to the work

The work takes place in an environment the manufacturer controls. No file sits on the service provider's hard drive. What leaves the environment leaves it through a release rather than as a side effect.

Login, tool and licence hang on the same identity: withdraw the access and data, licence and session fall away together. And because every session is logged, something comes about that nobody has today, namely an answer to the question of who worked on which model, when and from where. A quiet handover to a third party shows up in the log instead of in an audit a year later.

How strictly the environment is configured in detail, meaning clipboard, file transfer, network access from the session, logging and retention periods, belongs in the discussion with the manufacturer's own IT security and is settled jointly, not asserted from outside.

A second effect concerns not security but the work itself: every save lands in the manufacturer's own data store. Milestone states can be held write-protected, working states compared daily, and the question of which state the service provider actually delivered no longer arises. “Return all data and delete all copies” becomes a clause nobody has to take on trust.

How a session runs: access, work inside the controlled environment, release
Access, session, release: the path a piece of work takes when the data stays in house.

Limits

What this approach does not solve

Anyone who says nothing about this has either not thought it through or is keeping quiet about it.

  • 01Knowledge in people's heads. Whoever helped develop a vehicle carries it out without a single file.
  • 02Copies that came into being before this control existed.
  • 03The analogue hole: an experienced modeller rebuilds a surface by eye from the screen. Watermarks make that attributable, not impossible.
  • 04Protected graphics memory on workstation hardware does not exist at present. The last wall is physics, not policy.

Origin

Written from both sides of the data handover

Strakhaus is being built by Tobias Kern, after some twenty years in vehicle design and surface development, on the manufacturer side as well as the service provider side, including Ford, Audi, Tata Motors and Borgward. The break point described here is known from daily work, not from a policy.

The career record in detail is on LinkedIn.

Status

What is being sought

The demonstration setup is being built. There is no finished product with reference customers behind it, and no such claim is made here.

What is sought are people from design departments, studios and manufacturer IT who will test the approach against their own environment: what would have to be in place for something like this to be considered there, and where would it fail? The concrete technical form depends on programme, confidentiality level and duration in any case, and is not fixed in advance.

Arrange a conversation

Direct contact, no form.

tobias@strakhaus.com LinkedIn